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KunstRäume Leipzig e.V.

Der Leipziger Verein ‚KunstRäume‘ hat sich 1999 mit der Maßgabe gegründet, in Vergessenheit geratene öffentliche Räume, Gelände und Gebäude für künstlerische Zwecke zu erkunden. Er hat sich damit zur Aufgabe gemacht, eine Verbindung zwischen Architektur, Kunst und Lebenswelt herzustellen, die von der Herkunft, Zukunft und Veränderung gesellschaftlicher Prozesse an bestimmten Orten inspiriert ist und diese künstlerisch umsetzt. Diese Prozesse werden durch die kreative Perspektive, die KunstRäume auf jedes seiner Objekte entwirft, auf ungewöhnliche Weise neu und anders erlebbar. Dabei wird gleichzeitig das Bewusstsein für regionale Identität geschärft und zukünftige Möglichkeitsspielräume für ‚vergangene Orte‘ eröffnet. Sich derart mit historisch geronnenen Materialien und Formen auf lebendige Art auseinanderzusetzen, ist einmalig im deutschsprachigen Raum.

In Zusammenarbeit mit regionalen und internationalen Künstlern entstanden so temporäre Projekte, die - angefangen bei der Bespielung des alten Gasometers („Pax im Gasometer“, 2000), der Inszenesetzung einer Abraumbrücke im Tagebau Zwenkau (Abraumbrücke 18, 2000), einem medialen Theaterstück („GoLem 20:01“, 2001), der Aufstellung eines Denkmals am Deutschen Eck („Der Goldene Reiter“, 2003), mehreren Gesamtkunstwerken („Soundtrain“, 2004, „Messe in Moll“, 2005 und „Schwimmstadion“, 2008) bis hin zur Aufarbeitung der Bunkergeschichte im Zentrum Leipzigs („Schutzraum“, 2010) - regionale und internationale Resonanz hervorriefen und für viele unvergesslich bleiben.